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Asbest-Check

Asbest-Check nach Baujahr und Bauteil

Drei Fragen, eine ehrliche Ersteinschätzung. Die Auswertung läuft nur in Ihrem Browser, es werden keine Daten gesendet.

Wann wurde das Gebäude gebaut oder zuletzt saniert?
Um welches Bauteil geht es?
Was haben Sie vor?
Einschätzung

Bitte Baujahr und Bauteil wählen.

Erste Orientierung auf Basis der Verbotsfristen und typischer Baustoffe. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse.

Wie der Asbest-Check funktioniert

Der Check verbindet zwei belegte Grundlagen: die Verbotsfristen für Asbest und die typischen Baustoffe in Gebäuden.

Baujahr: Asbest ist in Deutschland seit dem 31.10.1993 verboten, Asbestzement durfte laut Landkreis Nürnberger Land schon ab dem 01.01.1992 nicht mehr verwendet werden. Nach § 11a Gefahrstoffverordnung kann bei Baubeginn nach dem 31.10.1993 in der Regel vermutet werden, dass kein Asbest vorhanden ist. Bei Baujahren 1993 bis 1996 zählt deshalb das Datum des Baubeginns. Gebäude von vor 1950 wurden ohne Asbest gebaut, sind aber oft in den Jahrzehnten danach modernisiert worden. Deshalb stufen wir sie als „möglich“ ein.

Bauteil: Manche Bauteile sind besonders häufig betroffen oder enthalten schwach gebundenen Asbest, der schon bei Erschütterung Fasern abgeben kann. Dazu zählen laut Stadt Nürnberg die Dämmung von Nachtspeicheröfen, Leichtbauplatten, Brandschutzklappen und Cushion-Vinyl. Für diese Bauteile hebt der Check die Einschätzung um eine Stufe an. Bei Kleinteilen wie Blumenkästen senkt er sie, weil es um geringe Mengen fest gebundenen Materials geht.

BaujahrGrundstufe
vor 1950möglich
1950 bis 1979wahrscheinlich
1980 bis Oktober 1993wahrscheinlich
1993 bis 1996, Baubeginn unklarmöglich
Baubeginn nach dem 31.10.1993unwahrscheinlich
unbekanntmöglich

Was der Check nicht kann

Der Check ist eine erste Orientierung. Ob ein bestimmtes Material Asbest enthält, zeigt nur eine fachgerecht entnommene Probe mit Laboranalyse. Mehr dazu unter Asbestidentifizierung und -analyse und im Ratgeber Baujahr und Asbest.

Zahlen aus Nürnberg

Laut Strukturdaten der Stadt Nürnberg stehen 73,8 Prozent der Nürnberger Wohnungen in Gebäuden bis Baujahr 1980 (Stand 31.12.2021). Für die Mehrheit der Gebäude in der Stadt liefert der Check deshalb „möglich“ oder „wahrscheinlich“.

Stand: 4. Oktober 2026 · Verantwortlich: Marc Kamphausen, N.A.S. Noris-Asbest-Sanierung

Quellen

  1. Umweltbundesamt: Asbest (Stand 30.07.2024) (abgerufen 03.10.2026)
  2. Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 384: Gefahrstoffverordnung, Neufassung (verkündet 04.12.2024) (abgerufen 03.10.2026)
  3. Landkreis Nürnberger Land: Merkblatt Entsorgung von Asbest (Stand April 2026) (abgerufen 03.10.2026)
  4. Stadt Nürnberg, Umweltamt: Informationen zu Asbest und asbesthaltigen Materialien (abgerufen 03.10.2026)
  5. Verbraucherzentrale: Asbest, gefährlich und immer noch aktuell (Stand 25.03.2025) (abgerufen 03.10.2026)
  6. ASN Nürnberg: Merkblatt zur Asbestentsorgung (Stand 21.10.2022) (abgerufen 03.10.2026)
  7. Stadt Nürnberg, Statistik: Innergebietliche Strukturdaten Nürnberg 2022, Wohnungs- und Gebäudebestand (Stand 31.12.2021) (abgerufen 03.10.2026)

FAQ

Fragen zum Asbest-Check

Wie genau ist der Asbest-Check?

Er gibt eine Einschätzung auf Basis von Baujahr und Bauteil. Ob ein Material tatsächlich Asbest enthält, zeigt nur eine Laboranalyse einer fachgerecht entnommenen Probe.

Warum zählt der Baubeginn und nicht das Fertigstellungsjahr?

Die Gefahrstoffverordnung knüpft die Vermutung der Asbestfreiheit an den Baubeginn nach dem 31.10.1993. Ein 1995 fertiggestelltes Haus kann noch vor diesem Datum begonnen worden sein.

Mein Haus ist von 1900. Warum zeigt der Check „möglich“?

Weil viele Altbauten zwischen den 1950er und frühen 1990er Jahren modernisiert wurden. Böden, Kleber, Bäder oder Nachtspeicheröfen aus dieser Zeit können Asbest enthalten.

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