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Gewerbe, Verwaltung, öffentliche Hand

Asbestsanierung in Gewerbeimmobilien

Werkhalle, Bürogebäude oder vermietetes Wohn- und Geschäftshaus: Wir planen die Sanierung so, dass Ihr Betrieb möglichst weiterläuft und jede Maßnahme nachvollziehbar dokumentiert ist.

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In Gewerbebauten aus der Zeit vor dem Asbestverbot steckt Asbest oft an Stellen, die im Alltag niemand sieht: in der Brandschutzverkleidung von Stahlträgern, in Brandschutzklappen der Lüftung, in Leichtbauplatten von Zwischenwänden oder im Kleber unter dem Bodenbelag. Solange nichts bearbeitet wird, fällt das nicht auf. Sobald ein Umbau, ein Mieterwechsel oder ein Abriss ansteht, wird es zur Pflichtaufgabe.

Typische Fundstellen in Gewerbe- und Verwaltungsbauten

Die Stadt Nürnberg unterscheidet zwischen schwach und fest gebundenem Asbest. Schwach gebundene Produkte enthalten laut Umweltamt 25 bis 40 Prozent Asbest und können schon bei Erschütterung Fasern abgeben. Fest gebundener Asbestzement enthält 10 bis 15 Prozent und ist im intakten Zustand weitgehend unkritisch.

BauteilBindung laut Stadt NürnbergTypischer Ort im Gewerbebau
Spritzasbestschwach gebundenBrandschutz an Stahlträgern, Decken und Wänden
Leichtbauplattenschwach gebundenTrennwände, Deckenverkleidungen, Schächte
Brandschutzklappen, Füllungen von Brandschutztürenschwach gebundenLüftungsanlagen, Treppenhäuser, Technikräume
Welldachplattenfest gebundenHallendächer, Vordächer, Lager
Fassadenplattenfest gebundenVerkleidung von Verwaltungs- und Werkstattbauten
Lüftungsrohre und Abgaskaminefest gebundenHaustechnik, Heizräume

Dazu kommen Bodenbeläge wie Floor-Flex-Platten, schwarze Bitumenkleber, Spachtelmassen und Putze. Welche davon tatsächlich asbesthaltig sind, zeigt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse.

Ihre Rolle als Veranlasser

Wer Arbeiten an einem Gebäude in Auftrag gibt, ist seit der Neufassung der Gefahrstoffverordnung vom 05.12.2024 nach § 5a verpflichtet, dem ausführenden Betrieb vorab alle vorhandenen Informationen zu Gefahrstoffen zu übergeben. Für Eigentümer, Hausverwaltungen und Facility-Manager heißt das: Baujahr, alte Gutachten, Pläne und bekannte Verdachtsstellen gehören vor Auftragsvergabe auf den Tisch.

Für die ausführenden Betriebe gilt außerdem: Tätigkeiten mit Asbest sind spätestens eine Woche vor Beginn bei der Behörde anzuzeigen. Seit der Änderung vom 17.12.2025 brauchen Betriebe für Abbrucharbeiten mit niedrigem und mittlerem Risiko eine Genehmigung, der Nachweis ist bis zum Ablauf des 19.12.2026 zu erbringen (BGBl. 2025 I Nr. 337). Für Arbeiten mit hohem Risiko ist eine Zulassung vorgeschrieben. Achten Sie bei jeder Vergabe darauf, dass der Betrieb die für Ihre Arbeiten erforderlichen Nachweise vorlegen kann.

So planen wir Sanierungen im laufenden Betrieb

  • Bestandsaufnahme: Begehung, Sichtung Ihrer Unterlagen, Festlegung der Verdachtsstellen und der Proben.
  • Abschnitte statt Stillstand: Wo es möglich ist, sanieren wir Bereich für Bereich. Halle A läuft weiter, während in Halle B gearbeitet wird.
  • Abschottung: Je nach Material und Risiko wird der Arbeitsbereich abgetrennt, damit keine Fasern in genutzte Räume gelangen.
  • Abstimmung mit Ihnen: Zeitfenster, Zugänge, Lieferverkehr und Information von Mitarbeitern oder Mietern legen wir vorher gemeinsam fest.
  • Dokumentation: Am Ende erhalten Sie die Unterlagen zur Entsorgung. Asbesthaltige Baustoffe tragen den Abfallschlüssel 17 06 05* und gelten als gefährlicher Abfall.

Hausverwaltungen und Vermieter

Bei vermieteten Objekten kommt die Kommunikation dazu. Mieter wollen wissen, was passiert, wie lange es dauert und ob sie in der Zeit gefährdet sind. Wir stimmen uns mit der Verwaltung ab, damit Aushänge und Termine passen. Einen Überblick über die einzelnen Schritte finden Sie unter Ablauf einer Asbestsanierung.

Was den Aufwand bestimmt

Für Gewerbeobjekte gibt es keine seriösen Pauschalpreise. Entscheidend sind Material und Bindung, Fläche, Höhe und Zugänglichkeit, ob eine abgeschottete Zone mit Schleuse nötig ist, wie viel Material entsorgt werden muss und ob Arbeiten außerhalb der Betriebszeiten gewünscht sind. Wie sich Kosten zusammensetzen, erklärt der Ratgeber Was kostet eine Asbestsanierung?. Für ein belastbares Angebot schauen wir uns das Objekt an.

Bei Rückbau oder Entkernung ganzer Gebäudeteile lesen Sie auch unsere Seite zu Abrissarbeiten.

Sie möchten wissen, was das bei Ihnen kostet?

Schicken Sie uns Baujahr, Bauteil, ungefähre Fläche und gern ein paar Fotos. Sie erhalten eine Einschätzung und den nächsten Schritt, ohne Verpflichtung.

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Stand: 3. Oktober 2026 · Verantwortlich: Marc Kamphausen, N.A.S. Noris-Asbest-Sanierung · Quellen siehe unten

Quellen

  1. Stadt Nürnberg, Umweltamt: Informationen zu Asbest und asbesthaltigen Materialien (abgerufen 03.10.2026)
  2. Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 384: Gefahrstoffverordnung, Neufassung (verkündet 04.12.2024) (abgerufen 03.10.2026)
  3. Bundesgesetzblatt 2025 I Nr. 337: Änderung der Gefahrstoffverordnung (verkündet 19.12.2025) (abgerufen 03.10.2026)
  4. Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) (abgerufen 03.10.2026)

In drei Schritten

So einfach geht es weiter

Unverbindlich anfragen
  1. Anrufen oder Anfrage senden

    Sie schildern kurz Baujahr, Bauteil und Ort, gern mit Fotos. Wir sagen Ihnen, ob eine Probe sinnvoll ist und was als Nächstes passiert.

  2. Besichtigung, Probe und Angebot

    Wir sehen uns das Objekt an, nehmen bei Bedarf eine Materialprobe für das Labor und erstellen ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.

  3. Sanierung mit Nachweis

    Wir zeigen die Arbeiten bei der Behörde an, bauen das Material sicher aus, entsorgen es und Sie erhalten die Unterlagen für Ihre Akten.

Alle sechs Schritte einer Sanierung im Detail

FAQ

Häufige Fragen: Asbestsanierung in Gewerbeimmobilien

Kann die Asbestsanierung im laufenden Betrieb stattfinden?

Oft ja. Wir teilen die Arbeiten in Abschnitte auf und trennen den jeweiligen Arbeitsbereich ab. Ob das möglich ist, hängt vom Material, von der Lüftung des Gebäudes und von den Wegen ab. Das klären wir bei der Begehung.

Welche Unterlagen brauchen Sie von uns als Eigentümer?

Nach § 5a Gefahrstoffverordnung müssen Sie alle vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen übergeben. Dazu gehören Baujahr, Pläne, frühere Gutachten und bekannte Verdachtsstellen. Fehlt etwas, klären wir es über eine Erkundung und Materialproben.

Was ist bis zum 19.12.2026 zu beachten?

Betriebe, die Asbest-Abbrucharbeiten mit niedrigem oder mittlerem Risiko ausführen, müssen bis zum Ablauf des 19.12.2026 eine Genehmigung nachweisen. So steht es in der Änderung der Gefahrstoffverordnung vom 17.12.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 337).

Bekommen wir einen Nachweis über die Entsorgung?

Ja. Asbesthaltige Baustoffe sind gefährlicher Abfall mit dem Abfallschlüssel 17 06 05*. Sie erhalten die Unterlagen zur ordnungsgemäßen Entsorgung für Ihre Akten.

Asbestsanierung in Gewerbeimmobilien: Angebot für Ihr Objekt anfragen

Rufen Sie an oder schildern Sie kurz Baujahr, Bauteil und Ort. Sie erhalten eine Einschätzung, auf Wunsch eine Besichtigung und ein schriftliches Angebot.